Morphologie und Zytogenetik des Frühaborts


Mittels transzervikaler Embryoskopie kann bei Patientinnen mit einer verhaltenen Fehlgeburt der Embryo vor der geplanten Abortuskürettage in toto, ohne artifizielle Läsionen, untersucht werden. Chorionzotten können gezielt embryoskopisch gewonnen werden. 87 % der malformierten

Embryonen bei der verhaltenen Fehlgeburt weisen Chromosomenaberrationen auf. Das Wiederholungsrisiko für die Chromosomenstörung und die beobachtete embryonale Malformation in nachfolgenden Schwangerschaften wird als nicht signifikant erhöht betrachtet und ist eine Erklärung dafür, daß trotz der hohen Rate an malformierten Embryonen die Prognose nach einer verhaltenen Fehlgeburt im Hinblick auf zukünftige Schwangerschaften in der Regel günstig ist.

Artikel im Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2/2005; 23 (2) 20-26

Univ.Doz.Dr. Tom Philipp
Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, SMZ-Ost-Donauspital
A-1220 Wien, Langobardenstraße 122

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