Präimplantationsdiagnostik: der aktuelle Stand


Unter Präimplantationsdiagnostik (PID) versteht man die Diagnostik im Zuge der künstlichen Befruchtung vor der Implantation des Embryos, d. h. vor Beginn der Schwangerschaft. International werden zwei Arten der genetischen PID unterschieden, die auch zur gleichen Zeit entwickelt wurden [1–6]:

die genetische Testung an den Polkörpern der Eizelle (Polkörperdiagnostik) und die genetische Testung an Zellen eines Embryos vor Transfer in den Uterus (Blastomeranalyse). Bildung des 2. Polkörpers ausgeschleust wird.
Es ist bekannt, daß chromosomale Fehlverteilungen auftreten können. Diese entstehen zu 70–80 % während der 1. meiotischen Teilung, also bei der Bildung des 1. Polkörpers und nur in geringerem Maß während der 2. meiotischen Teilung, der Bildung des 2. Polkörpers. Die Häufigkeit einer Chromosomen-Fehlverteilung zeigt eine deutliche Altersabhängigkeit.

Artikel im Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 1/2006; 24 (1) 9-14

Univ.Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger
Leiter der Abteilung für Medizinische Genetik Universitätsklinik für Frauenheilkunde - AKH
Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien

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mit freundlicher Genehmigung des Autors